Bastelbude braucht Beteiligung

Heute schreibe ich mal in beinahe eigener Sache mit einem Anliegen, bei dem mir meine lieben Leser und Leserinnen vielleicht helfen können. O:-)

Wir haben 2012 in den Verein Netz39 e.V. gegründet. Netz39 ist der erste sogenannte Hackerspace in Magdeburg. Für alle, die mit dem Begriff nichts anfangen können: es handelt sich um einen Computerclub, eine Elektronikwerkstatt, einen Workshopraum, einen Bastelort, einen Tüftlerverein und das alles in einem. Wir sind angetreten für uns und vor allem auch andere einen Platz zu schaffen, wo wir uns über unser Hobby mit den Bits, den Bytes und den Lötkolben austauschen können, wo wir uns Werkzeug teilen und unser Wissen vermehren. Letzteres wollen wir auch nach außen tragen und bereiten beispielsweise gerade einen Mikrocontrollerworkshop für Anfänger vor.

Unsere Vereinsräume in der Leibnizstraße 32 in Magdeburg bieten ausreichend Platz für das Ausleben der eigenen Kreativität mit allerlei stromdurchflossenen blinkenden, rechnenden oder Schall erzeugenden Dingen. Jeder ist herzlich willkommen sich das anzusehen, aber vor allem auch mitzumachen. Wir sind auf der Suche nach neuen Mitgliedern, die Spaß am Gerät haben und diesen mit uns teilen wollen. Auch stille Unterstützer und Sponsoren werden mit offenen Armen empfangen.

Wenn das interessant für Euch ist: kommt vorbei. Wir schreiben bei Twitter wann offen ist. Wenn Ihr interessierte Menschen kennt: schickt sie vorbei. Wenn Ihr was mit Medien macht, schreibt über uns, filmt uns, macht Radio oder so. Wir freuen uns über jedwede Unterstützung. :-)

Kein Kommentar

Link

Aus der Kategorie »Alex erklärt das Internet« heute: Punkt.

(Weil die Frage aufkam.)

Keinen Kassenbon bitte!

Idee von gestern: jedes Mal an der Supermarktkasse vor dem Bezahlen sagen, dass man keinen Bon ausgedruckt haben möchte, wenn man sowieso nicht vor hat den mitzunehmen!

Hintergrund: bei Penny in Magdeburg am Jerichower Platz wurde man vor ein paar Monaten mal für ein paar Wochen gefragt, ob man den Bon haben wolle und im Gegensatz zu allen anderen, die das auch fragen, wurde er nur auf Anfrage gedruckt. Jetzt wird er wieder jedesmal gedruckt und in sehr vielen Fällen gleich vor Ort weggeworfen.

Dass das unnötig ist, liegt auf der Hand. Ich frage mich, ob man als Kunde was dagegen tun kann. Technisch ist das ja kein Ding. Das Kassensystem darf den Bon halt nur auf Knopfdruck drucken und nicht einfach immer. Im Edeka hab ich schon ein paar Mal drum gebeten, das Ding nicht auszudrucken. Da macht es wohl das System nicht. Ein, zwei Mitarbeiter fänden das aber gut, wenn das ginge. Letztlich müsste derjenige an der Kasse halt nicht nur fragen, ob man nicht noch Kleingeld hätte, alles gefunden wurde, man die Deutschland- Payback-, Sonstewaskarte hätte oder man noch eine Plastetüte bräuchte sondern auch noch kurz nach dem Bon.

Im dm-Markt gestern sagte mir die Mitarbeiterin, dass da bergeweise Papier anfallen. (Alle Zettel natürlich mit irgendeiner Tinte bedruckt, die ja auch irgendwo her kommen muss.) Kleine Notiz am Rande: bei dm kann man einen sogenannten e-bon bekommen, wenn man vor dem Bezahlen seine Payback-Karte1 durchzieht. m(

Also: meint Ihr, wenn das genug Leute mal fragen, könnte man dann den Druck auf den Einzelhandel soweit erhöhen, dass da signifikant viele mal den Kassensystemherstellern auf die Füße treten? Oder geht das vielleicht schon vielerorts und wir wissen es nur nicht?

  1. Preisträger der Kategorie “Business und Finanzen” []

Weekend WTF

Quote

/* reference counting functions */

/**
 * Increment the reference count of json_object
 * @param obj the json_object instance
 */
extern struct json_object* json_object_get(struct json_object *obj);

/**
 * Decrement the reference count of json_object and free if it reaches zero
 * @param obj the json_object instance
 */
extern void json_object_put(struct json_object *obj);

m(1

Quelle: JSON-C – A JSON implementation in C

  1. tech blog ist immernoch down, aber das hier wollte ich der Welt nicht vorenthalten []

Vodafone verkauft

Ich hatte mich ja neulich schon mal länglich über Vodafone ausgelassen. Jetzt wurde ich heute nochmal angerufen und bevor ich in den alten Beitrag das Update vom Update schreibe, hier jetzt, was heute besprochen wurde, da gibt es ein zwei neue Punkte.

Zunächst mal: die Dame heute war deutlich freundlicher als der Typ gestern und auch in der Lage meine Fragen zu beantworten. Es stellte sich raus, dass sie Einblick in mein Nutzungsverhalten hat. Konkret heißt das, dass sich die Menge an SMS, die ich monatlich schreibe, im letzten halben Jahr verändert hat. Dass mich gestern schon jemand anrief wusste sie auch und auch dass ich bei dem Laden seit 1999 Kunde bin. Das heißt wiederum, dass die vermutlich Software laufen haben, die das Nutzungsverhalten der Kunden analysiert. Wahrscheinlich ploppt bei denen im Callcenter eine Liste auf, die sich aus den Ergebnissen dieser Software speist, nicht wirklich überraschend, aber schön das mal von denen zu erfahren.

Mir wurde dann die Tarifoption SMS Allnet Flat angeboten — 3000 SMS im Monat in alle Netze.1 Laut Callcenter kostete das Ding bis vor kurzem 25€ monatlich, über die Hotline böte man es mir für 10€ im Monat an, immerhin 5€ weniger als derzeit auf der Website.

Aber, die gute Frau hatte leider keinen Einblick in meine sonstigen Tarifoptionen, d.h. sie wusste nichts vom alten SMS40-Paket (40 SMS für 5€) und auch nichts von den 5€ Gutschrift im Monat. Berücksichtigt man diese, komme ich, wenn ich in der Rechnung bisschen schummle, de facto im Monat auf etwa 3 € für 60 SMS, viel mehr schreibe ich eh nicht. Wenn sie jetzt aber die anderen Tarifoptionen nicht sieht, diese aber trotzdem rausnehmen kann (so sagte sie), dann frage ich mich, was ich bei einer Umstellung dann hinterher noch für Optionen hätte, im Worst Case eine viel zu teure SMS-Flat ohne den mühsam erstrittenen Rabatt. Lässt sich also feststellen: die wollen mir teures Zeug verkaufen, immer noch und immer wieder. Wenn man da als Kunde nicht genau im Bilde ist, was man eigentlich gebucht hat, können die einem sonstwas andrehen.

Wir plauderten dann noch ein wenig und an der Stelle war ich etwas überrascht, als die nette Dame meinte, sie würde ihren Kunden WhatsApp ja gar nicht empfehlen. Sie versprach sogar sich die aktuelle Sicherheitsmeldung zum Thema vom heise Verlag anzusehen. :-)

Oh und wo wir gerade beim Thema sind, ich hätte da grad noch zwei Links übrig:

tl;dr: Dieser Meckerpost wurde ihnen präsentiert unter Einfluss von grauem Novemberwetter.

  1. Streng genommen natürlich keine Flatrate, aber 3000 ist de facto flat, das wären 100 am Tag, so schnell kann kein Mensch T9 bedienen, der nebenbei noch andere Verpflichtungen hat. []

Holgi hören

Link

Zwei Folgen Podcast über faires Wirtschaften in Europa:

#Meckerpost ohne weiteren Kommentar aber mit interessanten Insiderinformationen oder wenigstens Denkanstößen.1

  1. Nachdem ich mir diese Woche bei drei Themen vorwerfen lassen habe, ich hätte keine Ahnung und überhaupt wäre das so nicht okay, wie ich versuche andere Menschen von Dingen zu überzeugen. []

Fleischverzicht fördern

In der Zeit erschien heute ein Artikel mit dem Titel Unsere Ernährung schadet dem Klima mehr als der Verkehr. Im Kern geht es um Zahlen wie stark die carnivore Ernährung zum Klimawandel beiträgt bzw. wieviel Treibhausgase da so entstehen. Die Zahlen sind zwar an vielen Stellen geschätzt, aber in der Größenordnung vermutlich belastbar, so dass man von einem signifikanten Effekt ausgehen kann. Zusätzlich zu Art und Weise von Massentierhaltung ist das ein weiteres Argument weniger Fleisch zu produzieren und zu verzehren.1

Die Autorin erwähnt den Vorschlag wenigstens einmal die Woche auf Fleisch zu verzichten. Ich halte das nicht nur für realistisch sondern behaupte, dass es bequem möglich ist, bei der Hälfte der Hauptmahlzeiten auf Fleisch zu verzichten. Um das zu untermauern, werfe ich mal meine persönliche Statistik2 in die Wagschale: carni_vs_herbi_2012_alex.ods.

Ich habe seit Februar zwar nicht lückenlos, aber wenigstens umfangreich mitgezählt, ob meine Hauptmahlzeit mittags fleischlos war oder nicht. Dabei gehe ich bei der Auswahl so vor, dass ich das vegetarische Gericht bevorzuge, wenn es mir schmeckt. Konsequent nur das vegetarische Gericht zu nehmen (und dann beispielsweise nur am Wochenende Fleisch zu essen) würde mich zu sehr aus der persönlichen Komfortzone bewegen. Es gibt einfach Tage hier in den Kantinen, wo das vegetarische Angebot einfach oll ist. Nicht nur, dass es jeden Tag teurer ist, als das billigste Fleischgericht, manchmal sieht man ihm schon von weitem an, dass es nicht in die Kategorie Gaumenfreuden passen will. Ohne mich aus meiner Komfortzone herauszubewegen, komme ich auf eine Quote von über 50% fleischloser Hauptmahlzeit in den letzten Monaten. Mein persönliches Ziel sind langfristig etwa zwei Drittel, ohne allzu sehr auf leckere Dinge verzichten zu müssen, aber ich halte etwa 30% bis 40% für realistisch für jeden von uns. Das wären zwei Tage in der Woche …

  1. Ich spreche hier bewusst von »weniger«. Ich bin weder Vegetarier noch Veganer und habe das auch nicht vor zu werden. []
  2. André war da im Beitrag Die Frauen grüßen mich nicht! mit gutem Beispiel vorangegangen und hat seine Argumentation auch gleich mal mit Statistik untermauert. []

Seltsame Suchanfragen, Teil 5

Dieser Eintrag ist Teil 5 von 5 in der Serie Seltsame Suchanfragen

24.08.2010 – 15:36 Google: seltsame blogs

Seltsam? Vielleicht etwa mein Blog? Nie im Leben!!!1elf!!

03.09.2010 – 12:11 Google: Frühstück für die ganze Woche in Tabellenform

Nur noch Tabellen zum Frühstück und zum Mittag dann ein paar Grafiken und als Abendessen vielleicht noch den einen oder anderen Bericht? Ich meine Blattsalat ist ja auch nur Zellulose und bisschen Wasser, da kann man sich auch mal kurz den Geschäftsbericht des letzten Quartals in Wasser einlegen und als Frühstück konsumieren. Wohl bekomm’s!

03.11.2010 – 19:01 Google: socken mit elchen die sexstellungen

Hier kommen immer noch viele Leute vorbei, die wissen wollen, wann es in Norwegen lange dunkel ist. Für diese langen dunklen Nächte, könnte man solche Socken sehr gut gebrauchen …

23.11.2010 – 23:03 Google: sind proxy schuhe wasserdicht?

TODO: suchen, was proxy schuhe sind!

04.01.2011 – 17:32 Google: nazis geocachen

Fällt mir eigentlich nur der alte Song der besten Band der Welt1 zu ein:

Scheint die Sonne auch für Nazis?
Wenn’s nach mir geht, tut sie’s nicht!

Passt ja auch irgendwie zu der 6–Monate–hell–und–dunkel–Problematik …

14.02.2011 – 21:30 Google: geringelte zehensocken

Na endlich! Und jetzt: Spread the word!

04.03.2011 – 15:10 Google: dänemark halbes jahr hell

Jetzt auch noch in Dänemark? Also Leute, langsam wird’s komisch!

03.05.2012 – 05:23 Google: wer geht im sommer ohne was drunter ins büro

Das Ding fand ich so unglaublich, dass ich einen Screenshot machen musste, bittesehr:

Und da zeigt sich auch mal wieder die Schwäche von Google in Bezug auf Blogs. Wenn man die Startseite des Blogs mit n völlig unzusammenhängenden Beiträgen indiziert und automatisiert Stichwörter aus n Beiträgen einbezieht, kommt so ein Unsinn raus. Aber zur Feier des Tages laufe ich heute barfuß durch’s Büro.

Mo 23 Jul – 20:28 Google: wie kalt war es im winter in magdeburg 2

Also in Magdeburg 1 war es zwischenzeitlich recht kalt, die Elbe friert ja auch nicht jedes Jahr zu. Schrieb ich aber auch in diesem Blog … ;-)

Mi 7 Nov – 19:09 Google: bunker schwedische elefanten

Manchmal würde ich zugern wissen, was die Leute eigentlich finden wollten!

  1. Die Ärzte!! []

Google gefressen

Link

zerg rush

*gnihihi*

Weihnachtsmarktweigerung

Drüben bei blinkenarea hat Stephan geschrieben: Ich suche keine Freunde am Arbeitsplatz. Ich möchte dem ganzen noch etwas hinzufügen.

Ich verbringe durchschnittlich 8 Stunden am Tag im Büro, zzgl. Mittagspause also schon mal mehr als ein Drittel des Tages. Ein weiteres Drittel der 24h bringe ich mit Schlafen und Körperpflege zu. Das restliche Drittel bleibt für alles andere. Wenn man das Wochenende mal außen vor lässt, kann ich schon rein rechnerisch mit niemandem aktiv mehr Zeit verbringen als mit meinen Kollegen. Mit anderen Worten: Meine Kollegen sind die Menschen, mit denen ich – ob ich will oder nicht – unter der Woche meine meiste Zeit verbringe. So schon, ohne zusätzliche Freizeitaktivitäten. Insofern hab ich da ebenfalls kein Interesse die Herren auch noch nach Feierabend zu treffen, egal ob das nette Menschen sind oder nicht.

Liebe Kollegen, die hier mitlesen: no offense! :-)