Posts Tagged ‘Bilder’

Fieses Fahrradfelgenfehlverhalten

Friday, July 16th, 2010

img_0464Ärgerlich, wirklich ärgerlich fand ich diese Woche, dass ich mit meinem mühsam wieder aufgebauten Fahrrad1 nur 10 Kilometer fahren konnte. Doch von vorn …

Nachdem ich im Winter mehrere Wochen nicht fahren konnte, weil ich das Rad einmal bei kurzzeitigem Tauwetter ungünstig unter einer Dachrinne abgestellt hatte (siehe nebenstehendes Bild), fasste ich zusammen mit dem Fahrradschrauber meines Vertrauens den Entschluss, die klapprigen alten Teile durch neue zu ersetzen. Wozu ein neues Rad kaufen2 wenn am alten nur ein paar Teile ausgetauscht werden müssen? Die Räder schienen noch ok, Sattel war sowieso grad neu, Schaltwerk hinten tut’s auch noch inklusive Kassette und die Reifen hatten noch keine zwei Sommer gesehen. Der Plan war also: neues Tretlager und neuer Steuersatz, bei diesen beiden konnte man immerhin das Lagerspiel schon in Millimetern messen. Dazu neue Bremsen und vorne die Kurbeln und Pedalen zuzüglich Umwerfer. Das könnte ja so schwer nicht sein.

Der erste nicht ganz so einfache Schritt: alle alten Teile abbauen. Die Räder waren schnell raus, auch Schaltung, Bremsen, Schutzbleche und Gepäckträger wehrten sich nicht lang. Das Hauptproblem war das alte Tretlager. Allein war da gar nichts zu machen, zu zweit mit gutem Schlüssel und viel Kraft auch nicht. Es war eine Menge Kriechöl, ein dritter Mann, ein langer Hebel und noch viel mehr Kraft erforderlich, aber schlussendlich war es draußen.3 Das war so im April glaube ich. Nach dem Tretlager mussten dann noch eine Hand voll alte vergammelte Schrauben mit vergriesgnaddelten Köpfen raus. Irgendwann im Mai konnte ich das mit der Hilfe der Verwandtschaft bewerkstelligen. Der Anbau der weiteren neuen Teile verzögerte sich dann auch noch etwas. Erst war ein Zahlendreher in der Überweisung beim Bestellen, dann fehlten noch Schrauben und so ging die eine oder andere Woche noch ins Land, bis zum vergangenen Wochenende.

Sonntag erste Probefahrt, aber ohje, der Reifen vorne verlor noch Luft. Geflickt hatte ich den dann am Dienstag und konnte endlich die besagten 10 km fahren. Alles prima, endlich wieder Fahrrad fahren, juchu! Die Ernüchterung kam dann am Mittwoch. Nach 15 Jahren treuem Dienst und vielen vielen Kilometern, hat sich die Felge vorn mit lautem Knall spektakulär verabschiedet.4 Ein Bild sagt mehr als tausend Worte:

IMG_1617

  1. Vielen Dank nochmal an Zozi! :-) []
  2. Und produzieren lassen. Das ist ja auch eine ökologische Frage, ich hätte dann einen heilen Rahmen in den Schrott gegeben, tut ja nich not. []
  3. Oh meine Urenkel werden noch davon berichten, wenn es schon lange keine Fahrräder mehr gibt. []
  4. Jetzt sind also auch noch neue Laufräder fällig. Mist. Mist. Mist. []

Boulderer beerdigen Biber

Friday, July 16th, 2010

img_1580 Ein Montag nachmittag im Juli, Anruf von Micha: »Ey die Hallenser kommen heute nach Magdeburg, ich will den ein paar Spots zeigen, haste Zeit?«. Kernarbeitszeit gepaart mit angefallenen Überstunden sind was feines und so trafen wir uns gegen vier an den Betonfundamenten der Stahlseilverankerung der Fußgängerbrücke am Herrenkrug.1 Warm war’s, Sonne war da und trocken blieb es den ganzen nachmittag, alles prima also.

Die Jungs aus Halle waren noch nicht da und so konnten wir uns zu viert erstmal ausgiebig an den Geruch eines verendeten Bibers gewöhnen. Schnell noch ein Kreuz aufgestellt und ein Foto gemacht und dann aber nix wie ran an die Wand. Boulderer sind schließlich die harten Jungs und lassen sich von Verwesungsgestank nicht aufhalten. *muha* Unterdessen sammelte sich so ein nettes Grüppchen und die zwei Boulder an den Dekoleisten des Betonklotzes waren schnell bezwungen. Der Aufstieg über die Reibung an der Seite gelang an diesem Tag leider niemandem, aber unmöglich scheint auch das nicht.

img_1603 Ortswechsel, weiter ging’s am Jerichower Platz, zum Glück schon nach Feierabend, tagsüber sollte man sich besser fernhalten, es sei denn man hat große Lust die hiesige Blockwartmentalität mal aus nächster Nähe zu erleben. Auch dort ist viel möglich und die weit gereisten machten viele viele Bilder, die vielleicht mal irgendwann im nächsten Jahr in einem Boulderführer für die Gegend landen …

Ein weiterer Ortswechsel führte uns dann noch zur alten Hubbrücke, Stadtparkseite, einer der Lieblingsspots von Micha. Dumm nur, dass Tino Michas Projekt dann gleich im zweiten Versuch getoppt hat. Respekt und allseitiger2 Beifall, war aber wohl auch im Bereich 6c/7a und für mich einer von den Bouldern, wo beim Einstieg nicht mal der zweite Fuß vom Boden abhebt. Sei’s drum, das Bier danach war lecker und in heiterer Runde wurde beschlossen, dass das nicht der letzte Besuch aus Halle war. :-)

  1. Eine traumhaft schöne Brücke übrigens, also falls sich wer wundern sollte, warum in dem Album mehr Fotos von der Brücke als vom Bouldern sind … O:-) []
  2. auch von Micha natürlich []

Halle Rocks Vol. 2.0

Thursday, June 24th, 2010

img_0923 Ein Sonnabend im späten Mai, gute Wetteraussichten, Crashpad geliehen und Mitfahrgelegenheit bei der Gartenparty am Abend zuvor klar gemacht – beste Voraussetzungen für einen Wettstreit mit einem Haufen Gleichgesinnter. Abfahrt 10:30 Uhr und wenig später hockt man zwischen diversen anderen Boulderern in einem alten Steinbruch in Mitteldeutschland1 und wartet ungeduldig auf die Ausgabe der Laufzettel für Halle Rocks Vol. 2.0

Soviel zur Einführung. Los ging die Kletterei dann kurz nach zwölf. Aus Magdeburg waren inklusive mir glorreiche sieben Jungs angetreten und ein paar Groupies hatten wir auch dabei, zum Glück, wer hätte sonst die ganzen Fotos machen sollen? ;-)

img_0934 Zunächst blieb unser Grüppchen noch zusammen und unter sich, starten wollten wir mit ein paar einfacheren Bouldern im Sektor Altherrenwand. Rechts neben Der Held vom Erdbeerfeld waren noch zwei Boulder vorgesehen, alle drei zusammen eine nette Erwärmung, wobei »Nasenflo« in der Mitte schon spannend war, einfach mal beim soeben verlinkten Helden nachlesen, da ist die auch beschrieben. Von oben sah’s dann jedenfalls entspannt aus:

img_0961

Faul wie wir waren liefen wir dann nicht etwa zu Bouldern in unserem Leistungsbereich, die uns gute Punkte gebracht hätten, sondern nahmen uns erstmal Schmerzathletik vor – sehr interessant, um nicht zu sagen unmöglich. Nichtsdestotrotz gute Boulderstimmung so mit Anfeuern, Probieren und dumme Sprüche machen. :D

Die dummen Sprüche blieben einem danach beim Sandwich direkt mal im Halse stecken. Direkt unter dem überhängenden Teil ein doof abzusichernder Steinblock. Da hieß es dann alle verfügbaren Crashpads drapieren und gut spotten. Der Boulder selbst war gut machbar, aber für den Kopf halt bisschen komisch.

img_1084 Direkt darüber im Sektor Sonnenwende versuchten wir uns dann an Fleischwolf und Werwolf, beides auf den selben kleinen Block rauf und beides nicht ohne. Ganz ehrlich, wenn ich den Fleischwolf nicht vorher von Simone und Tino geklettert gesehen hätte, keine Chance und der Werwolf war einfach eine Nummer zu hart, egal wie leicht das bei den Profis aussah.

Aber es gab danach zum Glück auch noch geringüfig leichtere Routen. Dr. Mantle beispielsweise ist ein absolutes Muss im Aktienbruch, kann man sogar ohne Crashpad angehen. Von den weiteren Routen in der Ecke waren The Nose und Zurück in die Zukunft noch ganz gut machbar, alles andere wurde von uns zwar probiert, aber da fehlt wohl irgendwie noch Übung, Kraft, Inspiration oder was auch immer. :-/

Dann trennten sich so ein bisschen die Wege der Gruppe, mal was essen und trinken, das Gebüsch angucken und sich schon mal bisschen selbst bedauern, weil man ja schon so erschöpft war. Ich begab mich nach dem Aussteiger2 an Blöde Idee3 vorbei in den Sektor Leistenbruch um dort ein weiteres Mal das Glück zu haben, Simone und Tino den Sternchenboulder vorklettern zu sehen. Widia hat sich den Stern auch wirklich verdient, geile Bewegungen drin! Querbohrung und Schau mal, Frost konnte man dann nebenbei noch mitnehmen und Dümmer war auch nich so schwer. Mittlerweile ging es aber schon auf die fünf Stunden zu und an Birdy Nam Nam biss ich mir dann die Zähne aus, vielleicht lag’s auch an den Schuhen, wer weiß.4

In den letzten Minuten traf dann noch der Chefboulderer aus Magdeburg ein und im Sektor Rohrpost konnte ich mir die letzten Erfolgserlebnisse des Tages sichern. Für 180° reichte die Kraft noch, sehr cool! Bei Yacht nach Liebe musste ich dann aber leider die Segel streichen, Kondition alle, die Route hätte man wohl besser am Anfang des Tages gemacht. ;-)

Zum krönenden Abschluss blieb kurz vor Zettelabgabe noch Zeit für die wahnsinnigen 13 Punkte, die man sich im Drehstuhl für den Flash sichern konnte – wenigstens einen der vier Boulder auf dem Zettel geschafft, die mit zwei Sternchen versehen waren … :D

Die Auswertung der Zettel war dann für die Magdeburger nur untereinander spannend, weniger im Hinblick auf das Erreichen vorderer Plätze5 – das Finale danach war aber ein echter Hingucker, und ich meine nicht nur das Frauenfinale! Nochmal alle beisammen, ein spannender Wettkampf und der spätere Sieger putzt sogar Griffe für den Zweit- und Drittplatzierten, ein wahrlich gelungener Ausklang eines schönen Tages!

img_1204

  1. der Aktienbruch bei Löbejün []
  2. War doof, komische Linie und dolle hoch ohne oben sinnvoll aussteigen zu können. []
  3. Hatte ich dann später noch schnell nachgeholt. []
  4. Dabei sah’s bei den anderen mal wieder so einfach aus. []
  5. wie man auch an der Ergebnisliste sehen kann :-/ []

Enjoy the Silence

Tuesday, June 8th, 2010

An alle, die sich wundern, dass ich nicht im Jabber bin und keine Mails beantworte: Schaut hier, ein super leiser Lüfter,1 der versucht, sterbende Router-Hardware zu kühlen – erfolglos.2

img_1214

Ich bin also nach der Arbeit offline bis sich Kunde3 und Provider geeinigt haben und der kaputte Router getauscht wird. Wer was von mir will: sucht mich in den Parks dieser Stadt oder ruft mich auf meinem Handy an!4 :P

  1. dämlicher Bezug auf die Überschrift []
  2. Router kriegt keine Verbindung mehr auf den Ethernet-Ports zum Rest des lokalen Netzwerks zustande. []
  3. mein Mitbewohner hat den DSL-Vertrag []
  4. dämliche MTV-Werbung bitte im eigenen Kopfkino vorstellen []

Kühlschrankpoesie

Thursday, March 18th, 2010

Vor mittlerweile einigen Jahren hab ich durch Zufall mal irgendwo diese kleine rote Kiste entdeckt. Drauf stand »Kühlschrankpoesie« und sie war voll von kleinen, mit Worten bedruckten Kühlschrankmagneten. Ich wünschte mir so eine Kiste und bekam sie geschenkt, woraufhin sie dann eine lange Zeit einstaubte. Bei meinem Bruder in der vorletzten WG in Weimar hingen ein paar schöne Beispiele aus dem gleichen Vorrat doch es sollte bis zum Herbst 2007 dauern, bis meine Kiste ihren Zweck erfüllen konnte – als wir nämlich die WG mit den tollsten Mitbewohnern der Welt1 gründeten. Seitdem entstehen an unserem Kühlschrank auf wundersame Weise immer wieder neue poetische Perlen.

Vor einigen Wochen mussten wir einen neuen Kühlschrank kaufen, was der sowieso vorhandenen Flüchtigkeit der Werke nochmal einen gehörigen Schub gab. Ich selbst hatte in der ganzen langen Zeit nur ein oder zwei ganz winzige Gedichte vollbracht, aber emotional aufgewühlt, schuf ich dieser Tage ein weiteres. Vier Zeilen, acht Worte und ganz schüchtern an die Seite vom Kühlschrank getan. O:-)

Das hielt eine meiner lieben Mitbewohnerinnen nicht davon ab, darunter ein meiner Meinung nach ganz besonderes Kunstwerk zu vollbringen, das ich mit ihrer freundlichen Einwilligung nun hier veröffentliche:2

img_0518b

Vielen lieben Dank! :-)

Gedichte und Bild sind unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.3

Ach und im Küchenradio gerade tolle Musik:
The Smashing Pumpkins – Stand Inside Your Love

:D

  1. und mir []
  2. also zusätzlich zu meinem, das auch mit auf’s Bild gerutscht ist []
  3. Namensnennung – Keine kommerzielle Nutzung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland []

Oslo in zwei Tagen

Monday, November 23rd, 2009

Nicht zu schaffen, viel zu wenig Zeit, nur Ausschnitte zu sammeln, ein paar Eindrücke mitzunehmen. Nachtzug hin im Sessel am Gang.

img_0051

Tag 1: Im Dunkeln angekommen. Langer Spaziergang zum Frühstück. Museum über harte Forscher und ihr Schiff (die Fram) besucht. Zwischendurch immer mal ein GeoCache. Freies WLAN wohin man schaut.

img_0089

Tag 2: Skulpturen angeschaut, viele Skulpturen, auch noch extra welche im Museum. Abends sehr gut gegessen, spät abends Privatvorstellung auf dem Theaterschiff.

img_0122

Abreise am Tag darauf noch vor dem Frühstück, lange Zugfahrt durch unbekannte, verschneite Landschaft. Fotos hochladen, Wochenende vorbei.

Inoffizieller Keks-Halbjahres-Rückblick 2009

Wednesday, November 4th, 2009
Dieser Eintrag ist Teil 1 von 1 in der Serie Keks-Jahresrückblick

IMG_9109

Ich habe immer ein paar Kekse im Büro liegen. Hier in Norwegen ist das umso wichtiger, da die Verteilung der Mahlzeiten hier etwas anders ist als in Deutschland. Der Norweger schmiert sich Stullen und wenn man in Deutschland mittags in die Kantine geht, isst man in Norwegen diese Stullen. Warm gegessen wird abends. Die Kekse sind für die lange Zeit zwischen »Lunch schon aufgegessen« und »endlich was warmes«.

IMG_9222 Alternativ kann man auch Kekse futtern, wenn man krank zu Haus ist und sich zu schwach fühlt, vor die Tür zu gehen.1 Wobei ich mir hier und heute lieber die Sorte Bixit wünschen würde. Das sind so dicke Haferkekse, ähnlich wie Hobbits in Deutschland, nur noch mit Zuckersirup drin, geht somit ein ganz bisschen Richtung Weihnachtsgebäck. Da fällt mir ein: Was ist aus der halben Rolle von der Sorte geworden, die ich mit nach Italien genommen hatte. Liegt die immernoch in Magdeburg oder wurde die mittlerweile verzehrt?

img_9895 Jedenfalls hab ich hier heute nur die KORNMO, Vollkorn-Kekse, also Weizen-Vollkorn und laut Packung können die mit Brunost serviert werden. Auf das Zeug gehen die Norweger und gewisse Zugezogene ja total ab, ich komm da irgendwie nicht ran. Ach und die Sorte Kekse ist so lala, vielleicht geht’s mit Blaubeermarmelade, ansonsten eher was, wenn man Hunger und nichts anderes da hat.

img_9894 In die Kategorie: »Bevor ich verhungere, ess ich auch diese Kekse«, gehört die Sorte aus der großen blauen Dose. Das dürfte hauptsächlich an den Unmengen Kokosflocken liegen, die dort eingebacken wurden. Gruselig sowas! Unterdessen kann ich nachreichen, dass KORNMO durch Blaubeermarmelade nur wenig aufgewertet werden. Die Krümeligkeit ist immernoch gegeben und dieses Käsebild will nicht verschwinden …

Von der Krümeligkeit erinnern sie vielmehr noch an die Digestive, die nicht so sehr vollkornig, dafür ziemlich blass im Geschmack und eher Ballaststoff als leckerer Keks waren. Die Krone der Ballaststoffe haben sie damit aber nicht erreicht, die gehört zweifelsohne den RUGKJEKS. Also die waren pur eher wie zu flachen Scheiben verpresstes Vogelfutter. Die Zuordnung der Bilder zu den einzelnen Absätzen ist übrigens kaum gegeben – keine Beschwerden bitte, ich bin krank und außerdem steht das überall drauf, was das für Kekse sind.

img_9899 Kommen wir also zu den Gewinnern der Sparte »Bester norwegischer Keks 2009«! Den ersten Platz teilen sich Emilies Havre & Bare Bær mit Safari. Erstere sind süße Haferkekse mit Rosinen und Moosbeeren, super lecker, nur leider auch super teuer. Die anderen sind bezahlbar, klein und rund und mit Splittern aus Milchschokolade. Das ist nicht zu schokoladig und vor allem keine solche Sauerei wie immer mit den Keksen mit kompletter Schokoglasur oben, unten oder überall.

Eine Sorte hat es leider nicht zu bebildertem Ruhm geschafft: die billigsten Kekse hier überhaupt. Die erinnerten an gestreckte Butterkekse und waren farblich und geschmacklich sehr blass irgendwie, im Nachhinein auch in der Erinnerung, zumindest was den Namen betrifft.

Alle weiteren Cookie-Gags oder Hinweise darauf, was ich heute in der fiebrigen Dösigkeit sonst noch so gemacht habe, wurden im Sinne der Abrundung des Beitrages ersatzlos gestrichen.

  1. Ach wie schön, dass es Internet gibt. Da bleibt die eigene Wehleidigkeit nicht auf heimischen vier Wände beschränkt … []

Here Be Dragons

Sunday, October 25th, 2009

img_9929

Wie beginnt man einen Blog-Eintrag, wo man drei wirklich nur sehr lose verbundene Themen irgendwie verknüpfen will? Am besten räume ich mal mit der losesten Verbindung zu Anfang auf. Wir waren heute auf dem Hügel hier in der Nähe des deutschen Soldatenfriedhofs nahe der Kirche, die auf dem Bild oben zu sehen ist. Um den Lenkdrachen steigen zu lassen, fehlte es leider die meiste Zeit an Wind.1 Solche Drachen heißen auf englisch nicht etwa dragon sondern kite. Dennoch war es ein weiterer Tag mit schönem2 Wetter diese Woche und ich nahm wiederum tolle optische Eindrücke von diesem Ort mit, wie auch die letzten Male, ein bisschen magisch scheint er zu sein, wenn man so will.

Die düster dargestellte Kirche, lässt mich die Überleitung zu dem zweiten Thema finden. Die Christlich Demokratische Union hat nun mit ihrer »sozialen« Schwesterpartei und Kollege Westerwave dieser Tage einen Koalitionsvertrag zusammengezimmert, der den Weg in die soziale Kälte in Deutschland klar vorgibt. Ganz düster sowas. Holgi hat das heute nachmittag bei Twitter schon kommentiert und fefe hat sich den Mist tatsächlich durchgelesen.3 Andere sehen es übrigens ähnlich düster4 und ich kann wenigstens die resignierte Empfehlung von Benjamin Birkenhake stützen, doch mal das Buch Farenheit 451 zu lesen – dort treten passend zur Überschrift ja auch so ‘ne Art feuerspeiende Drachen auf.

Tja und schlussendlich ist »Here Be Dragons« auch das Thema des diesjährigen Chaos Communication Congress 26C3, der wie jedes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr5 in Berlin stattfindet. Mal schauen, ob ich es schaffe, mal einen Tag dort vorbei zu schauen. Ein paar gute Freunde haben schon die Absicht geäußert sich dort ein paar interessante Vorträge anzuhören und zusammen fährt sich’s leichter in die große Stadt.

  1. Mehr Fotos an üblicher Stelle. []
  2. trocken und sonnig, wenn auch kalt []
  3. Ich weiß, ich weiß, fefe’s Blog ist nicht die NY Times. []
  4. wie auch der Spiegelfechter heute bei Telepolis []
  5. dieses Jahr genauer gesagt vom 27.12. bis 30.12. []

Kleine Urlaubsnachlese 2009

Saturday, October 10th, 2009

Zwei Wochen sind vergangen, seit unserem Urlaub in diesem Jahr. Für mich war es der erste längere richtige Urlaub seit langem. Da die Möglichkeiten wegen meines Auslandsaufenthalts begrenzt waren: same procedure as immer – also für die anderen drei. Ziel: das europäische Kletter-Mekka, also zumindest laut den Kletterführern. ;-)

img_09679

Am Wochenende vorher war ich noch ein wenig angeschlagen und so machten wir uns Dienstag abend auf Richtung Süden, das Pony vollgeladen und los Richtung Brenner. Ankunft Mittwoch früh: Ernüchterung stellt sich ein, weil das Zelt im Regen aufgebaut werden musste. Den Anreisetag verbrachten wir dann in den Läden von Arco, in der Pizzeria, die wir in den folgenden Tagen noch öfter besuchen sollten und im Zelt bei allerlei mitgebrachter Literatur.

Richtig in die vollen ging es dann ab Donnerstag. Was als Kletterurlaub geplant war, wurde ein astreiner Kletterurlaub. Sonne bis zum Abreisetag, jeden Tag Klettern, danach je nach Zeit noch schön im Gardasee baden, abends traditionell Pizza oder Pasta mit Eis im Anschluss und den Abend vor dem Zelt ausklingen lassen. :D

Die Klettereien waren abwechslungsreich und interessant, vor allem weil wir es irgendwie schafften die allzu beliebten Gebiete links liegen zu lassen. Neben Reibungsplatten und einer coolen 6a-Hangellinie war am vorletzten Tag auch der Klettersteig am Monte Colodri dabei. Krönender Abschluss am Tag vor der Abreise: zwei feine parallele 250m-Touren mit je 11 Seillängen, maximalen Schwierigkeiten von 5c (A. und ich) bzw. 5b (Z. und B.) und einem fiesen Wanderweg als Abstieg. Tolle Sache das!

Am Abreisetag dann Regen, irgendwie muss das am Konzept Zelten liegen, oder an diesem speziellen Zelt oder am Wetterbericht oder an Yoko Ono, wer weiß. Wer Bilder anschauen will, eins ist da oben zu sehen, das Album erreicht man durch Draufklicken. :-)

Eine Runde um den Fahrradlift

Thursday, August 13th, 2009

Im Beitrag »Geocaching in Trondheim« hatte ich geschrieben, dass man hier immer mal wieder auf Relikte aus dem zweiten Weltkrieg trifft. Bei einer kleinen Cache-Tour letztens nach der Arbeit, zeigte sich das wieder. Das Bild unten ist von einem Cache nahe eines schönen Aussichtspunkt aufgenommen und man sieht hier mal die zuvor erwähnten U-Boot-Bunker.

IMG_9116

IMG_9121 Auf dem Rückweg von den Geocaches kam ich dann zufällig am oberen Ende des weltweit ersten und immernoch einzigen Fahrradlifts vorbei. Wie muss man sich das nun vorstellen? Vergleichbar ist das mit einem Schlepplift beim Ski fahren. Man hat an einer sehr steilen Straße am unteren Ende einen Automaten, wo man die Tour bezahlt, dann kommt da so ein Teil aus dem Boden, wo man mal kräftig seinen Fuß draufstellt und sein Gewicht drauf verlagert und dann wird man mitsamt Fahrrad den Berg hoch geschoben. Das können dann sogar mehrere Leute gleichzeitig machen. Ich habe es leider noch nicht live gesehen, obwohl es laut der offiziellen Webseite recht viele Leute machen sollen. Ein paar Informationen gibt es auch noch bei Wikipedia und ich habe im Netz sogar ein Video gefunden, wo das auch gezeigt wird: